Vorzeitiger Samenerguss

tl_files/files/gesundheits-salon/Kondome.jpg Im folgenden Artikel möchten wir das Thema "Vorzeitiger Samenerguss" näher beleuchten. Dabei wird zuerst näher auf die Wortbedeutung eingegangen. Anschließend folgen einige Zahlen und Fakten zu Betroffenen und abschließend wird näher auf die Behandlungsmöglichkeiten sowie therapeutischen Ansätze von vorzeitigem Samenerguss eingegangen.

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Der vorzeitige Samenerguss - Was versteht man überhaupt darunter?

Der vorzeitige Samenerguss (lateinisch: Ejaculatio praecox) beschreibt den Zeitpunkt, wenn der Mann seine Ejakulation nicht mehr unter Kontrolle hat. Der so genannte Orgasmusreflex wird also früher ausgelöst. Der Samenerguss kann dabei bereits vor dem Eindringen in die Scheide oder kurz danach auftreten. Eine einheitliche Definition vom vorzeitigen Samenerguss gibt es nicht, aber es werden stets drei wesentliche Punkte berücksichtigt:

  • minimale Dauer vom Eindringen in die Scheide (= Penetration) bis zur Ejakulation
  • keinerlei zeitliche Kontrolle über den Samenerguss
  • hoher Leidensdruck des Mannes, was die Beziehung verständlicherweise belasten kann

 

Wer zählt zu den Betroffenen? Zahlen und Fakten

Zum Vergleich: bei Männern, die nicht betroffen sind, beträgt die Dauer, nach der Penetration, bis zum Höhepunkt, durchschnittlich 5,4 Minuten. Betroffene hingegen liegen bei nicht mal zwei Minuten. In mehr als dreiviertel der Versuche kommt es zum vorzeitigen Samenerguss. Bei einigen reicht selbst das bloße Denken an Sex aus, um einen Samenerguss auszulösen. Entgegen der Annahme, es seien hauptsächlich Ältere betroffen, lässt sich feststellen, dass in allen Altersstufen geschlechtsreife Männer betroffen sind. Von allen Männern weltweit sind circa 25 Prozent betroffen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?

Man darf nicht vergessen, unter welcher enormer psychischer Belastung viele Betroffene stehen, jedoch nehmen nur wenige ärztliche Hilfe in Anspruch. Dabei stehen derzeit durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse rezeptpflichtige Tabletten zur Verfügung, welche die Wirkung von Serotonin intensivieren. Somit verzögert sich der Ejaculatio praecox. Des weiteren stehen auch Cremes, die lokale Betäubungsmittel enthalten, zur Verfügung, welche auf die Eichel und das Bändchen aufgetragen werden, welche schlussendlich die Sensibilität etwas herabsetzen sollen, was wiederum den Samenerguss verzögert. Allerdings muss hierbei streng darauf geachtet werden, nicht überzudosieren, denn dies könnte Taubheit, sowohl beim Mann, als auch der Frau, verursachen. Außerdem sind eigens für solche Fälle angefertigte Kondome im Handel, die nach dem gleichen Mechanismus funktionieren.

Des weiteren gibt es natürlich noch die Behandlungsmöglichkeiten bei vorzeitigem Samenerguss verschiedene Verhaltenstherapien zu absolvieren. Von Vorteil erweist es sich dabei, wenn die Partnerin sich an den Gesprächen beteiligt. Solche Therapiesitzungen sollen in erster Linie dazu dienen, die Ängste des Betroffenen abzubauen. Bei einigen Patienten wirkt sich eine Minderung des sexuellen Leistungsdrucks bereits positiv aus.

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