Soriasis: Die Schuppenflechte

hautBereits seit tausenden Jahren konnten Ärzte an ihren Patienten schuppige und meist rundliche Flechten auf der Haut ihrer Patienten beobachten. Zumeist fanden sich diese auf der Kopfhaut, aber auch in der Nähe aller häufig belasteten Gelenke und sogar an den Ohrläppchen. Beschrieben wurde dies erstmals vom Namensgeber des Hippokratischen Eides: Dem griechischen Arzt Hippokrates.

Ursachen der Schuppenflechte

Heute wissen wir, dass die Schuppenflechte wohl eine Erbkrankheit ist, deren Ausbruch aber von Umweltfaktoren abhängt. Auch kann eine akute Tuberkulose für das Ausbrechen einer Schuppenflechte verantwortlich sein: In einer italienischen Studie waren 18 % der Schuppenflechte – Patienten positiv für Tuberkulose. Dass Umwelteinflüsse mitverantwortlich für den Ausbruch der Krankheit sind, sieht man auch an eineiigen Zwillingen: Erkrankt einer an dieser Autoimmunkrankheit, liegt die Wahrscheinlichkeit des anderen Zwillings auch zu erkranken trotz identischen Erbguts nur bei circa 70 Prozent. Insgesamt liegt die Verbreitung in Europa bei 2 – 3 Prozent.

Verlauf der Erkrankung

Zumeist manifestiert sich die Erkrankung vor dem 40. Lebensjahr – in bis zu 40 Prozent der Fälle kann sie jedoch auch später ausbrechen. Während die Schuppenflechte bei Jedem 4. Patienten irgendwann komplett ausheilt, leiden andere Betroffene ihr gesamtes Leben. Typisch hierfür sind Fieberschübe mit anschließender Flechtenbildung. Danach kann sich das Hautbild verbessern bevor es sich wieder verschlechtert. Augenentzündungen, arthritische Erkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden durch die Schuppenflechte begünstigt.

Behandlung

Erfolgversprechend in der Behandlung der Psoriasis zeigt sich eine glutenarme Ernährung. Eine Behandlung mit Dithranol oder Kortiko-Steroiden zeigt sehr gute Ergebnisse. Das Nebenwirkungsprofil ist jedoch für eine Langzeittherapie negativ zu bewerten. Bei anderen Therapien, beispielsweise bei Gabe von Vitamin B12 oder homöopathischen Mitteln, konnten bislang keine wissenschaftlich fundierten und über den Placebo-Effekt hinausgehenden Behandlungswerte gezeigt werden.