Pulsuhren - Angenehmes Tragen ohne lästigen Brustgurt

Eine Frau beim PulsmessenEgal ob Profi oder Gelegenheits-Jogger: Wer Ausdauersport betreibt, misst auch seine Herzfrequenz. Normalerweise wird dazu eine Pulsuhr mit Brustgurt benötigt. Viele Sportler aber empfinden den Gurt als lästig und störend. Ein Hersteller hat jetzt reagiert, und die erste Pulsuhr ohne Brustgurt entwickelt.

Kaum Alternativen zum Brustgurt

Gerade Ungeübte und Hobby-Sportler neigen dazu, sich beim Training zu überfordern. Den perfekten Trainingsrythmus findet man mit einer Pulsuhr, die die Herzfrequenz misst und damit einen guten Indikator für die optimale Trainingsintensität bietet. Der übliche Brustgurt ist zwar für viele Sportler störend, war aber bis dato das Maß aller Dinge, da die Herzfrequenz an der Brust am genausten gemessen werden kann. Alternativen waren bis jetzt nur Pulsuhren als Handschuh. In den Handschuh ist eine Sensorfläche eingebracht, die den Blutstrom im Finger erkennt und dann eine Hochrechnung vornimmt, es entsteht aber im Prinzip nur eine Momentaufnahme. Zum Vergleich: Pulsuhren mit Brustgurt messen die Herzfrequenz durchgängig und liefern damit sehr akkurate Ergebnisse.
Im Internet findet man u.a. hier Pulsuhren mit und ohne Brustgurt im Vergleich.

Durchgängige Messung ohne Brustgurt

Auf der Sportfachmesse in München, der ISPO, wurde nun die erste Pulsuhr ohne Brustgurt und Fingersensor vorgestellt und schlug in der Fachpresse, wie auch in zahlreichen Blogs und Foren, ein wie eine Bombe. Die Mio Alpha misst die Herzfrequenz mittels einer elektrooptischen Zelle und Lichtstrahlen. Sie erspürt das Blutvolumen unter der Haut und misst damit - anders als der Sensor - durchgängig die Herzfrequenz. Die Uhr besticht durch Einfachheit: Mit nur zwei Knöpfen kann das gesamte Repertoire der Uhr abgerufen und gesteuert werden. Die Sportfachmesse zeichnete sie als "Produkt des Jahres" aus.

Weltneuheit aus Kanada

Entwickelt wurde die Mio Alpha in Kanada, die Finanzierung lief über ein Crowdfunding-Projekt. Philips Electronics steuerte die patentierte LED Technologie bei. Getestet wurde die Uhr dann an der San Francisco State University und von Stiftung Warentest. Sogar die Tester waren erstaunt: Egal ob im Ruhezustand oder während des Ausdauertrainings, die Uhr misst die Herzfrequenz genauso gut wie ein Elektrokardiogramm. Neben der Pulserfassung hat sie eine Stoppuhrfunktion für Intervallläufe. Die Uhrzeit wird im 12-Stunden-Modus angezeigt, eine Datumsanzeige fehlt. Per Bluetooth werden Herzfrequenz-Werte an das eigene Smartphone übertragen, perfekt für Läufer, die viele Sportapps nutzen. Hat man die Uhr mit dem Smartphone verbunden, können nun auch Pace, Geschwindigkeit, zurückgelegte Distanz und eine GPS Funktion ermittelt und genutzt werden.

Puls messen ein Muss

Egal ob man den Brustgurt, Handschuh oder die neue Pulsuhr bevorzugt; seinen Puls zu messen gehört mittlerweile zu jedem Ausdauersport. Für Menschen, mit Kontaktallergien oder starker Schweißbildung, kann eine Uhr ohne Brustgurt die Lösung zur perfekten Trainingseinheit sein.

Weitere Informationen auch unter: http://www.wallstreet-online.de/

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