Behandlung bei Neurodermitis

NeurodermitisBei der Neurodermitis handelt es sich um ein atopisches Ekzem. Diese Krankheit ist eine chronische Hauterkrankung und ist auf keinen Fall ansteckend. Als Leitsymptome sind rote, schuppende oder auch nässende Hautekzeme und vor allem ein sehr starker Juckreiz anzusehen. Diese Erkrankung ist im Erscheinungsbild vom individuellen Lebensalter abhängig und verläuft zumeist in Schüben.

Die Ursachen für das Auftreten eines atopischen Ekzems sind bis heute nicht vollständig ergründet. Da die Krankheit immer einen sehr individuellen Verlauf nimmt, gehen Experten von einem Zusammenwirken verschiedenster Faktoren aus. Als Hauptgrund wird dabei die genetische Veranlagung genannt. Die Betroffenen reagieren demnach stärker auf bestimmte Umwelteinflüsse. Neurodermitis gilt bislang als nicht heilbar. Durch verschiedene Therapieansätze ist sie aber durchaus behandelbar und die Symptome können somit für die Betroffenen erträglicher werden. Als Haupttherapieansatz gilt immer die Basispflege, also die Unterstützung der eigenen Barrierefunktion der Haut. Diese Basispflege wird in Form von Lotions, Salben oder Cremes durchgeführt. Als sehr gute Methode zur Rückfettung der Haut haben sich Ölbäder herausgestellt. Ziel ist die Empfindlichkeit der Haut gegenüber äußeren Einflüssen herab zu setzen. Mit dieser Kombination aus Rückfettung und Stabilisierung lassen sich zum Teil sehr gute Behandlungserfolge erzielen.

Harnstoff kann helfen

Immer wieder werden auch spezielle Wirkstoffe im Zusammenhang mit der Neurodermitis Behandlung erwähnt. Der Einsatz von harnstoffhaltigen Salben und Cremes etwa soll die Durchfeuchtung der Haut verbessern und dadurch den Schutzmantel der Haut stabilisieren. Allerdings besteht bei dem Einsatz von Harnstoffpräparaten immer die Möglichkeit der zusätzlichen Reizung auf bereits geschädigter Haut. Im Gegensatz dazu kann beispielsweise das Nachtkerzenöl als Badezusatz eine große Linderung verschaffen und dieses mit geringeren Nebenwirkungen. Um die Komplikationen durch Entzündungsvorgänge auf der Haut zu regulieren, werden auch antientzündliche Medikamente oder Antihistaminika eingesetzt. Bei diesen Wirkstoffen muss allerdings genau zwischen Linderung und Nebenwirkungen abgewogen werden. Weitere Therapien finden sich im Bereich der Lichttherapie. Hochdosiertes UV-Licht kommt hier als Entzündungshemmer zum Einsatz, mit durchaus sehr ansehnlichen Behandlungserfolgen.

Individuelle Therapie ist unverzichtbar

Als Fazit lässt sich sagen , dass die Behandlung von Neurodermitis immer mit einer ganz individuellen Betrachtung einhergehen muss. Wie auch die Krankheit selbst einen ganz individuellen Verlauf nimmt, sind demnach auch die Therapieansätze immer ganz individuell zu gestalten. Da einige Wirkstoffe auch Nebenwirkungen oder auch Langzeitnebenwirkungen mit sich bringen, ist eine genaue Abwägung im Therapieansatz unverzichtbar.