Behandlungsmöglichkeiten bei einem Leistenbruch

Rustic Texture 5 Leistenbrüche sind eine häufig auftretende Verletzung, die man sich schnell auch mal im Alttag holen kann. Dabei handelt es sich wie beim Nabelbruch nicht um den klassischen Bruch eines Knochens.

Stattdessen entstehen hier Schwachstellen von Muskeln, Bindegewebe oder Sehen in der Region des Leistenkanals, die zu Lücken führen und durch Vergrößerung der Lücken einen so genannten Bruchsack bilden. Welche Möglichkeiten hat man also, um einen Leistungsbruch zu behandeln? Wer sich einen Leistungsbruch zugezogen hat, muss diesen zwingend operativ behandeln lassen. Ansonsten besteht das Risiko, dass durch den Bruchsack Organe eingeklemmt werden, Diese Gefahr ist im Bereich der Leiste sehr groß, wenn man bedenkt, dass sich in diesem Bereich beim Mann zum Beispiel der Samenstrang befindet.

Es gibt zwei Möglichkeiten, das offene Verfahren und das minimalinvasive Verfahren. Bei beiden Varianten wird der Bruchsack inspiziert und in die Bauchhöhle zurückgeschoben. Beim offenen Verfahren wird die Schwachstelle, die zu dem Bruch geführt hat, anschließend vernäht und die so genannte Leistenkanalhinterwand verstärkt, um einen weiteren Bruch zu vermeiden.

Im minimalinvasiven Verfahren wird statt einer Naht ein Kunststoffnetz über das geschwächte Gewebe gelegt. Dies kann durch einen Schnitt ins Bauchfell erfolgen, das Netz wird an die betroffene Stelle geschoben, mit Clips fixiert und danach der Schnitt vernäht. Eine andere Möglichkeit wäre, die Bauchdecke zu überdehnen und durch diese Schichten das Netz zum Leistenbruch zu bringen. In diesem Fall muss das Netz nicht fixiert werden.

Die Operation eines Leistenbruches dauert mit Vor- und Nachbereitungszeit eine bis eineinhalb Stunden. Sie kann mit örtlicher Betäubung oder unter Vollnarkose und sowohl ambulant als auch stationär erfolgen. Wichtig ist auf jeden Fall die Wahl eines erfahrenen und spezialisierten Arztes, damit bei diesem Eingriff keine Organe verletzt werden.

Welche Behandlungsmethode die richtige ist, sollte jeder Patient mit seinem Arzt besprechen. Erfahrungen zeigen, dass der Vorteil des Anbringens eines Netzes darin besteht, dass die Bruchstelle schneller wieder belastbar ist als beim Vernähen der Bruchpforte. Jedoch kann die Fixierung mit Clips je nach Material zu Schmerzen als Spätfolge führen. Dafür ist auch die Rückfallquote beim Verschluss mit einem Netz geringer als mit einer Naht, da die Naht leichter wieder reißen kann.