Neuigkeiten im Bereich der Krebsforschung

Oft setzt die Krankheit schleichend ein, betroffene Organe entwickeln langsam schmerzhafte Symptome. Der Patient bekommt leider häufig erst viel zu spät die Diagnose: "Krebs". Dabei gibt es nach derzeitigem wissenschaftlichem Erkenntnisstand unzählige Ansätze, die Krebsentstehung schon im Voraus vorzubeugen. Viele dieser Informationen werden regelmäßig im Stern Abo publiziert. Doch welche neuen Entdeckungen im Bereich der Krebsforschung sind tatsächlich interessant, um dieses Leiden in Zukunft einzudämmen?

Der aktuelle wissenschaftliche Forschungsstand zeigt - Viren und Bakterien sind Auslöser für jedes sechste Krebsleiden

In einer kürzlich veröffentlichten Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die unter anderem im Fachblatt "Lancet Oncology" erschienen ist, heißt es, dass fast jedes sechste Krebsleiden durch Bakterien- oder Vireninfektionen ausgelöst wird. Zu den häufigsten krebsauslösenden Viren zählen Humane Papillomaviren (HPV) oder Hepatitisviren. Impfungen können helfen, diese Virusinfektionen schon im Vorfeld auszuschließen, da sich der Körper durch eigene Schutzmechanismen nach einer Impfung immunisieren kann. Zu den bekanntesten krebsauslösenden Bakterienerregern zählt das Magenbakterium Helicobacter pylori, das sich in der Magenschleimhaut einnistet und auf Dauer symptomatisch Sodbrennen erzeugt. Abhilfe verschafft nach erfolgter endoskopischer Diagnose die Behandlung mit Antibiotika. Doch nicht nur Impfungen und Antibiotikatherapien helfen dabei, eine krebserregende Virus- oder Bakterieninfektion vorzubeugen. Befolgt man die aktuellen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI), dem obersten Bundesinstitut auf dem Bereich der Infektionskrankheiten, lassen sich viele Infektionen schon durch einfache Hygiene vermeiden. Dazu zählt unter anderem das korrekte Händewaschen, um die Wege von Schmierinfektionen zu unterbrechen. Auch sollte man auf die Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission) befolgen, um sich gegen potentiell krebsauslösende Erreger zu immunisieren. Aus einem Stern Abo geht hervor, dass pro Jahr zwei Millionen Menschen neu an Krebs erkranken, weil sie sich im Verlauf ihres Lebens irgendwann einmal mit krebsauslösenden Keimen infiziert haben.

Mithilfe dieser neuen Erkenntnisse im Bereich der Krebsforschung kann es vielleicht auch in Zukunft gelingen, weltweit weniger Krebskranke durch Infektionskrankheiten wie: HPV, HBV, HCV oder Helicobacter pylori zu verlieren. Jedoch sollten die reichen Industrienationen ihren Forschungsstand nicht nur für ihre eigene Bevölkerung einsetzen, sondern auch ärmere Länder der dritten Welt mit Impfstoff versorgen, um nachhaltig krebsauslösende Virusinfektionen zu verhindern.