Depressionen bekämpfen - Die kognitive Verhaltenstherapie

Ein Patient in einer TherapieBei einer medikamentösen Therapie werden antidepressive Medikamente verschrieben. Durch die Medikamente können depressive Persönlichkeitsveränderungen eingedämmt werden. Die Rückfallgefahr kann durch Schlafentzug, Elektrokrampfbehandlung und Lichttherapie eingedämmt werden. Bei Depressionen hat sich aber noch eine weitere Behandlungsmethode etabliert: die kognitive Verhaltenstherapie.

Was macht die kognitive Verhaltenstherapie aus?

Bei der kognitiven Verhaltenstherapie handelt es sich um eine strukturierte, problemorientierte Behandlungsform, die gerade depressive Störungen lindern soll. Depressionen werden nach aktuellen Erkenntnissen der Wissenschaft kognitiv, also gedanklich, hervorgerufen. Durch den Verlust von Verstärkern wird die kognitive Verhaltenstherapie ergänzt. Depressionen werden zum Beispiel durch Aktivitätsniveau, Einschränkungen bei Fähig- und Fertigkeiten oder andere Ereignisse hervorgerufen, die den Menschen unangenehm beeinflussen. Anhand des Verhaltensmusters des Patienten wird eine intensive Kooperation zwischen Patient und Therapeut aufgebaut. Durch das Aufzeigen von Alternativen und der Einübung in der Praxis wird die kognitive Verhaltenstherapie ergänzt. Hier kommen verhaltenstherapeutische Maßnahmen zum Tragen, die Aktivierung, Kompetenzerweiterung und Problemlösung ebenso wie praktische Lösungen.

Behandlungsabschnitte bei der kognitiven Verhaltenstherapie

In der ersten Phase, der Problemanalyse, gilt es zu erkennen, wo der Grund für eine Depression liegt. Eine Rangfolge nach Wertigkeit und Dringlichkeit hilft dem Therapeuten den Patienten in einen stabilen Zustand zu versetzen. Im zweiten Abschnitt gilt es eine therapeutische Beziehung zum Patienten aufzubauen und den Patienten zu akzeptieren wie er ist. Durch Empathie und aktives Zuhören wird dann Kenntnis über die Problemlage erlangt. Im dritten Abschnitt wird ein Zusammenhang zwischen Verhalten, Gefühlen und Gedanken hergestellt. Davon werden dann Handlungsinstruktionen für den Patienten abgeleitet. Hier können zum Beispiel kognitive Übungen aufgetragen werden, Zusammenhänge hergestellt, Imaginationen hervorgerufen oder Realitätstestungen aufgetragen.

Methodisches Vorgehen bei der kognitiven Verhaltenstherapie

Nach den ersten drei Schritten wird der vierte Schritt eingeleitet, welcher sich auf das Sicherheitstraining ausrichtet. Hier werden neue soziale Kompetenzen entwickelt, in den Alltag zurückgeführt, Rollenspiele vorgenommen oder Übungen in den Alltag eingebunden. Auf diesem Weg soll der Zusammenhang zwischen Stimmung, Denken und Handeln neu erschlossen werden. Die unterschiedlichen Eckpunkte einer Therapie stehen im wechselnden Verhältnis zueinander, bedingen sich jedoch gegenseitig. Ein guter Psychotherapeut baut nicht nur das "Reden" über Probleme in die kognitive Verhaltenstherapie ein, auch das aktive "Arbeiten" gehört dazu. Ansichten werden bestätigt oder korrigiert, Ratschläge erteilt und Probleme besprochen. Schließlich muss der Aufbau positiver Aktivitäten, wie z.B. Sport geschult werden. (siehe auch: http://www.deutsche-depressionshilfe.de/)

Fazit

Die kognitive Verhaltenstherapie hat sich ergänzend zur Medikamentösen Behandlung etabliert, da sie durch einen strukturierte und problemorientierte Verhaltenstherapie Probleme dauerhaft lösen kann. Mehrere Phasen der Therapie versprechen eine sorgsame Aufarbeitung von Problemen und Ängsten.

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