Hörsturz Therapie mit HBO

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Wer einen Hörsturz erleidet, der muss nicht nur eine plötzliche und meist vollständige Hörminderung in Kauf nehmen, sondern nimmt auch oft Ohrgeräusche war. Diese werden als Tinnitus bezeichnet und sind eine mehr als unangenehme Nebenerscheinung der Erkrankung. Eine der wirkungsvollsten Therapien zur Hörsturzbehandlung ist HBO, die Hyperbare Sauerstofftherapie, die möglichst umgehend nach Auftreten der Symptome zur Anwendung kommen sollte.

Ursachen für Hörsturz können unterschiedlich sein

Bevor man mit einer sinnvollen und vor allem zielführenden Hörsturzbehandlung beginnen kann, müssen unter anderem auch die Ursachen für die Erkrankung festgestellt werden. Diese liegen oft bei permanenter Überlastung und Stress, die der Betroffene ausgesetzt ist. Aufgrund dieser Voraussetzungen kommt es zu Stoffwechselstörungen und mangelnder Durchblutung im Bereich des Innenohres wie etwa einem Sauerstoffmangel. Wer feststellt, dass er plötzlich schlechter hört oder Geräusche nur mehr dumpf wahr nimmt, sollte schnellst möglich zum Arzt.

Auch ein ständiger Pfeifton, Tinnitus, der von den Betroffenen wahr genommen wird, ist Ausdruck einer Hörsturzerkrankung.Auch wenn es immer wieder Fälle gibt, bei denen sich ein Hörsturz von selbst wieder gibt und normales Hörvermögen wieder eintritt, sollte eine entsprechende Behandlung beim Facharzt nicht unterschätzt werden. Diese ist umso erfolgreicher, je früher sie beginnt, am besten spätestens drei Tagen nach Auftreten der ersten Symptome.

Hörsturzbehandlung mit HBO ist durchaus erfolgversprechend

Auch wenn es immer wieder vorkommt, dass sich ein Hörsturz von selbst wieder gibt, sollte diese Erkrankung nicht unterschätzt werden. Besser ist in jedem Fall die Konsultation eines HNO-Arztes, der schnell feststellen kann, ob es sich bei der vorliegenden Hörstörung tatsächlich um einen Hörsturz handelt. Ist dies der Fall, ist die Behandlung mittels HBO, also der hyperbaren Sauerstofftherapie, sehr vielversprechend.

Diese sollte möglichst rasch nach Auftreten des Krankheitsbildes erfolgen, hat aber sogar bei späterer Behandlung noch Aussicht auf Wiederherstellung des Hörvermögens und Verringerung der Hörgeräusche. In Kombination mit einer individuell abgestimmten Infusionstherapie bringt HBO eine 80%ige Erfolgsaussicht, wobei meist zwischen 10 und 20 einstündige Sitzungen notwendig sind.

Kombination Infusionen, Cortison und HBO bringt Erfolg

Die derzeit gängigste Hörsturzbehandlung ist die mittels Cortison. Dieser Wirkstoff ist ein körpereigenes Hormon, das Entzündungen und Schwellungen gut beseitigen kann. Zur Therapie wird es in Form von Tabletten oder Infusionen verabreicht, wobei es auch direkt ins Mittelohr gespritzt werden kann.

Auch die Verabreichung von Tabletten zur Verbesserung des Blutflusses sind ein Möglichkeit, wie eine Hörsturzbehandlung erfolgen kann. Doch diese Therapie ist mittlerweile etwas umstritten, vor allem da es aufgrund des Inhaltsstoffes Hydroxyethylstärke allergische Reaktionen und Juckreiz auslösen kann.

HBO gilt als wissenschaftlich fundierte Therapie

Neben den genannten Maßnahmen zur Behandlung eines Hörsturzes ist die HBO eine zusätzliche Chance auf Besserung der Symptome. Patienten, die an einem Hörsturz leiden, sitzen während der HBO-Therapie in einer Druckkammer und atmen reinen Sauerstoff über eine Maske ein. Dies erfolgt unter Überdruckbedingungen, womit der Sauerstoff im Blut vermehrt gelöst wird. Im Endeffekt wird das gesamte Innenohr so besser mit Nährflüssigkeit versorgt und eine bessere Regeneration des Sinnesorgans wird möglich.

Eine Hörsturz Behandlung mittels der HBO-Therapie gilt nicht nur als derzeit wissenschaftlich fundierteste, sondern auch als erfolgversprechendste. Leider wird diese derzeit noch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, sondern muss selbst bezahlt werden. Wer über eine private Krankenversicherung abgesichert ist, erhält die Kosten jedoch meist rückerstattet.

Die fehlende Kostenübernahme basiert auf der Tatsache, dass die Therapie zur Hörsturzbehandlung aufgrund der unklaren Ursachen für die Erkrankung nicht zur Gänze wissenschaftlich erforscht werden kann.

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